Pressemitteilungen

Berlin, 13. Oktober 2016

Nie zu jung und nie zu alt – Thrombose kann jeden treffen!

Gesundheitsminister Gröhe würdigt das Engagement des Aktionsbündnisses Thrombose. +++ Expertenkonsens: Nur die konsequente Umsetzung der neuen Leitlinien und eine verstärkte intersektorale Zusammenarbeit können eine optimale Patientenversorgung gewährleisten. +++ Gemeinsame Erklärung des Aktionsbündnisses Thrombose und Vertreter des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, des AWMF-Instituts für Medizinisches Wissensmanagement und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

Berlin, 13. Oktober 2016. Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen an Venenthrombose und Lungenembolie als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Aktuelle Schätzungen gehen von bis zu 100.000 Todesfällen aus. „Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige Erkrankung mit schweren Neben- und Folgeerscheinungen. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit und ein Problembewusstsein bei allen Ärzten sind notwendig, um die Patientenversorgung künftig effizienter zu gestalten“, so Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Deutsche Gesellschaft für Angiologie und Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose.

Thrombose und Lungenembolie sind keinesfalls Alterserkrankungen: junge Menschen und Sportler können genauso betroffen sein wie Senioren und Schwerstkranke. Je jünger und gesünder der Patient, desto häufiger werden thromboembolische Ereignisse fehldiagnostiziert – unter Umständen mit fatalen Folgen. Leitlinien geben klare Empfehlungen für eine wirksame Risikoeinschätzung, Vorbeugung, zeitnahe Diagnostik sowie zuverlässige und sichere Therapiemöglichkeiten. Die konsequente Implementierung der Leitlinien zu Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der VTE und eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Spezialisten und medizinischem Assistenzpersonal sind die Voraussetzungen für eine optimale Patientenversorgung. Nicht zu vergessen sind dabei die vertrauensvolle Kommunikation mit den Betroffenen und deren Mitspracherecht bei der Therapie. Die Patientenbeteiligung ist in den neuen Leitlinien nämlich vorgesehen: „Über die Dauer der Antikoagulation nach einer Thromboembolie soll nach den neuen Leitlinien erstmals der Patient mitbestimmen“, erklärt Prof. Dr. Kemkes- Matthes, Präsidentin der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung.

„Dieses Krankheitsbild mit Frühsymptomatik und Komplikationen ist in der Aus- und Weiterbildung von Hausärzten ausreichend zu berücksichtigen und in der Fortbildung entsprechend zu behandeln“ so Wolfgang Meunier vom Deutschen Hausärzteverband. Auch die medizinischen Fachangestellten müssten geschult werden, die frühen Symptome einer drohenden Thrombose zu erkennen, da sie häufig vor dem Arzt die Beschwerden der Patienten erfahren, fügt Hannelore Loskill stellvertretend für das Aktionsbündnis Patientensicherheit hinzu. „Bei der Information von Patienten ist besonders darauf zu achten, dass Ängste abgebaut werden“ ergänzt PD Dr. Christoph Kalka, Deutsche Gefäßliga.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe würdigt das Engagement der medizinischen Fachgesellschaften: „Der heutige Welt-Thrombose-Tag rückt die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von venösen Thrombosen in das öffentliche Bewusstsein. Es ist gut, dass sich die medizinischen Fachgesellschaften neben der Aufklärung für die Erforschung von Thrombosen und Lungenembolien einsetzen und mit ihren Leitlinien wertvolle Empfehlungen für Diagnostik und Therapie geben. Dadurch können die Haus- sowie Fachärzte die Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten verbessern und so das Risiko einer venösen Thrombose und Lungenembolie vermindern. Gerne habe ich die Schirmherrschaft des Aktionsbündnisses Thrombose übernommen.“

Das Aktionsbündnis Thrombose und seine Partner planen gezielte Fortbildungen für Hausärzte und medizinisches Fachpersonal und bieten Informationsveranstaltungen sowie vielseitige Materialien für Ärzte und Patienten an. Lesen Sie hier die Gemeinsame Erklärung zum WELT-THROMBOSE-TAG am 13. Oktober 2016.

 

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Berlin, 13. Oktober 2016

GEMEINSAME ERKLÄRUNG

Ärzte fordern Versorgungssicherheit durch Implementierung der neuen Leitlinien zur Venenthrombose und Lungenembolie

Die venöse Thromboembolie ist eine häufige Erkrankung mit schweren Neben- und Folgeerscheinungen. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit und ein Problembewusstsein bei allen Ärzten sind notwendig, um die Patientenversorgung künftig effizienter zu gestalten. Sowohl Ärzte als auch Patienten müssen besser über fundierte Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie Venöser Thromboembolien informiert werden. Denn für Thrombose ist man nie zu jung und nie zu alt!

Trauma, Entzündung, Thrombose, Embolie – In diese Ereigniskette sind die Hausärzte häufig zu irgendeinem Zeitpunkt eingebunden. Da noch immer viele Patienten an den Folgen eines thromboembolischen Ereignisses sterben – aktuelle Schätzungen gehen von jährlich bis zu 100.000 Todesfällen in Deutschland aus – ist es immens wichtig, dass gerade die Hausarztpraxis rechtzeitig und adäquat reagiert. Dabei sollen die neuen 2015 publizierten Leitlinien helfen. Sie geben klare Empfehlungen für eine wirksame und sichere Risikoeinschätzung, Vorbeugung, zeitnahe Diagnostik sowie zuverlässige und sichere Therapiemöglichkeiten. Die Implementierung der S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie“ sowie der S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ kann zu einer verbesserten Patientenversorgung im Praxis- und Klinikalltag beitragen. Wichtige Ziele sind, neben einer wirksamen Vorbeugung, die frühzeitige Diagnostik und Vermeidung schwerer akuter und chronischer Komplikationen durch eine effektive Therapie sowie die optimale Zusammenarbeit von Hausärzten und Spezialisten.

Die Unterzeichner weisen außerdem darauf hin, dass es sich bei der Thrombose keinesfalls nur um eine Alterserkrankung handele: junge Menschen und Sportler können genauso betroffen sein wie Senioren und Schwerstkranke. Je jünger und gesünder der Thrombose-Patient, desto häufiger werden thromboembolische Ereignisse fehldiagnostiziert – unter Umständen mit fatalen Folgen. Deshalb ist dieses Krankheitsbild mit Frühsymptomatik und Komplikationen in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten aller Fachdisziplinen ausreichend zu berücksichtigen und in der Fortbildung entsprechend zu behandeln. Auch die medizinischen Fachangestellten sollten geschult werden, die frühen Symptome einer drohenden Thrombose zu kennen, da sie häufig vor dem Arzt die Beschwerden der Patienten erfahren, am Telefon, in der Anmeldung oder beim Hausbesuch. Bei der Information von Patienten ist besonders darauf zu achten, dass Ängste abgebaut und eine vertrauensvolle Beziehung zu den behandelnden Ärzten aufgebaut wird.

Verbesserungspotenzial sehen die Experten in der mangelnden Kommunikation zwischen den Beteiligten der Versorgung, der Information von Patienten über Risiken und Folgen sowie in der Implementierung von Basismaßnahmen zur Vorbeugung thromboembolischer Ereignisse. Gleichzeitig gilt es, überflüssige Maßnahmen zu vermeiden. Ärzte und Patienten müssen über fundierte Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie venöser Thromboembolien (VTE) besser informiert und Barrieren gegen die Umsetzung dergestalt fundierter Empfehlungen bei Entscheidungsträgern / in der Öffentlichkeit adressiert werden.

Wie kann die Versorgungssicherheit verbessert werden?

Das Aktionsbündnis Thrombose plant gezielte Fortbildungen für Hausärzte und medizinisches Fachpersonal. Durch Informationsveranstaltungen, Patiententage und vielseitige Materialien für Ärzte und Patienten soll das Bewusstsein für die Volkskrankheit Thrombose gestärkt werden. Das Aktionsbündnis veröffentlicht außerdem regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften und Publikumsmedien zum Thema Thrombose und Lungenembolie. Darüber hinaus gilt es, unermüdlich mögliche Widerstände bei der Umsetzung der Leitlinien abzubauen.

Autorenschaft:

  • Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Deutsche Gesellschaft für Angiologie e. V., Leiter Aktionsbündnis Thrombose
  • PD Dr. med. Christoph Kalka, Deutsche Gefäßliga e. V.
  • Dr. med. Robert Klamroth, Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e. V.
  • Prof. Dr. med. Bettina Kemkes-Matthes, Gesellschaft für Thromobose- und Hämostaseforschung e. V.
  • Prof. Dr. med. Stavros Konstantinides, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie e. V.
  • Prof. Dr. med. Ina Kopp, AWMF-Institut für Medizinisches Wissensmanagement
  • Hannelore Loskill, Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.
  • Dr. med. Erika Mendoza, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e. V.
  • Dr. med. Jutta Schimmelpfennig, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e. V.

 

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Berlin, 10. Oktober 2016

PRESSEEINLADUNG

WELT-THROMBOSE-TAG 2016: Nie zu jung und nie zu alt – Thrombose kann jeden treffen!

Leitlinien unterstützen bestmögliche Behandlung: Gefäßspezialisten, der Deutsche Hausärzteverband, das Aktionsbündnis Patientensicherheit und das AWMF-IMWi diskutieren am Welt-Thrombose-Tag über die Herausforderungen bei der Umsetzung in Praxis- und Klinikalltag.

Berlin, 10. Oktober 2016. Am 13. Oktober ist Welt-Thrombose-Tag. Am Geburtstag Rudolf Virchows veranstaltet das Aktionsbündnis Thrombose ein Expertentreffen mit dem Ziel, die Zahl der vermeidbaren Todesfälle zu senken. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe übernimmt die Schirmherrschaft über die Veranstaltung.

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen an Venenthrombose und Lungenembolie als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Aktuelle Schätzungen gehen von bis zu 100.000 Todesfällen aus. Das Aktionsbündnis Thrombose sensibilisiert Ärzte und Bevölkerung für die tödliche Gefahr der Krankheit.

Leitlinien geben klare Empfehlungen für eine wirksame Risikoeinschätzung, Vorbeugung, zeitnahe Diagnostik sowie zuverlässige und sichere Therapiemöglichkeiten. Die konsequente Implementierung der Leitlinien zu Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Venösen Thromboembolie können zu einer verbesserten Patientenversorgung beitragen. Doch wie sieht es mit der Umsetzung im Klinik- und Praxisalltag aus? Die Zukunft der Patientenversorgung und die Herausforderungen in der intersektoralen Zusammenarbeit werden diskutiert. Zu diesem Termin möchten wir Sie herzlich einladen.

Datum: 13. Oktober 2016
Uhrzeit: 15:30 – 17:00 Uhr · Einlass: 15 Uhr, im Anschluss: Gespräche und Imbiss
Ort: Allianz Forum · Pariser Platz 6 · 10719 Berlin

Die Diskussionsteilnehmer sind:

  • Dr. Jutta Schimmelpfennig, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
  • ƒƒ Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Aktionsbündnis Thrombose, Deutsche Gesellschaft für Angiologie
  • ƒƒ PD Dr. Christoph Kalka, Deutsche Gefäßliga
  • ƒƒ Dr. Robert Klamroth, Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung
  • ƒƒ Prof. Dr. Stavros Konstantinides, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
  • ƒƒ Prof. Dr. Ina Kopp, AWMF-Institut für Medizinisches Wissensmanagement
  • ƒƒ Hannelore Loskill, Aktionsbündnis Patientensicherheit
  • ƒƒ Dr. Erika Mendoza, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
  • ƒƒ Wolfgang Meunier, Deutscher Hausärzteverband
  • ƒƒ Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung

Durch die Veranstaltung führt Renate Harrington, Fachjournalistin aus Funk und Fernsehen, Hamburg.

Im Anschluss gibt es vor Ort die Möglichkeit für Interviews mit den Experten. Wir bitten um eine kurze Anmeldung per E-Mail an info@risiko-thrombose.de.

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Berlin, 10. Mai 2016

TERMINANKÜNDIGUNG

6. bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit am 18. Juni 2016

„Risiko Thrombose“ lautet das diesjährige Motto des bundesweiten Aktionstages zur Aufklärung und Prävention von Gefäßerkrankungen. Veranstaltet wird der Tag gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und der Deutschen Gefäßliga.

Gefäßerkrankungen wie die Venenthrombose, die Lungenembolie oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) sind Volkskrankheiten. Doch ihre Anzeichen, ihre Verbreitung und ihre zum Teil dramatischen Folgen sind in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt.

Aktionstag Gefäßgesundheit „Risiko Thrombose“:
Informationsveranstaltungen für Bevölkerung und Patienten zu Thrombose

Was passiert am Aktionstag Gefäßgesundheit?

An diesem Tag finden deutschlandweit Veranstaltungen mit dem Ziel statt, die Bevölkerung über Risiken und mögliche Folgen von Gefäßerkrankungen zu informieren. Im Mittelpunkt des Aktionstages 2016 stehen die Früherkennung, die Prävention und die Behandlung der Thrombose und Lungenembolie.

Wer führt Veranstaltungen durch?

Akteure aus dem Gesundheitswesen wie Ärzte in Kliniken und Praxen, Apotheken, Sportinstitute, Gesundheitsämter sowie politische Akteure sind im gesamten Bundesgebiet eingeladen, sich am „Aktionstag Gefäßgesundheit – Risiko Thrombose“ zu beteiligen. Das Aktionsbündnis Thrombose unterstützt die Veranstalter vor Ort mit kostenlosen Informationsmaterialien und Tipps für eine erfolgreiche Veranstaltungsplanung sowie Medienkooperationen. Ziel ist die gemeinsame Aufklärung der interessierten Öffentlichkeit über Gefäßerkrankungen.

Informationen zu Thrombose

Die Anzahl der Thrombosen und der damit oft einhergehenden Komplikation, der Lungenembolie, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. An Venöser Thromboembolie erkranken jedes Jahr etwa 1,5 pro 1.000 Einwohnern. Allein in Deutschland sterben jährlich rund 100.000 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Europaweit sind es über 500.000 Menschen – das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen. Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

 

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Berlin, 13. Oktober 2015

WELT-THROMBOSE-TAG 2015 –
RISIKO THROMBOSE: Perspektiven für eine bessere Patientenversorgung

Thrombose und Lungenembolie – die versteckten Volkskrankheiten

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen an Venenthrombose und Lungenembolie als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Aktuelle Schätzungen gehen von 40.000 bis 100.000 Todesfällen aus. Und doch ist das Bewusstsein darum in der Bevölkerung und bei Ärzten erschreckend wenig ausgeprägt. Der WELT-THROMBOSE-TAG unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe informiert über die Gefahren von Thrombosen und ihren Folgen.

Bundesminister Gröhe dazu in seinem Grußwort: „Das Aktionsbündnis Thrombose leistet mit seiner Kampagne und seinen Aktivitäten rund um den WELT-THROMBOSE-TAG einen bedeutsamen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung und der Ärzteschaft. Sehr gerne habe ich daher die Schirmherrschaft über die Veranstaltung am 13. Oktober 2015 übernommen.“

Neue Leitlinien zur Diagnostik und Therapie erarbeitet

Vor dem Hintergrund der neuen Leitlinien, die im Kommissionsentwurf vorliegen, diskutieren die führenden Gefäßspezialisten gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und Kostenträgern, wie die Patientenversorgung in Deutschland verbessert werden kann.

Der aktuelle Entwurf der Leitlinien ermöglicht eine Risikostratifizierung von Thrombose und Lungenembolie. Das bedeutet: Die erste Diagnose durch den Hausarzt erfolgt über die Erhebung der klinischen Wahrscheinlichkeit und den D-Dimer-Test. Zusätzlich wird das Therapiespektrum um die so genannten „direkten Antikoagulantien“ erweitert werden. Diese bieten Vorteile gegenüber der bisherigen Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten. Bei Tumoren und Schwangerschaften bleiben niedermolekulare Heparine die erste Wahl.

Versorgungssituation verbessern

Für eine verbesserte Versorgung von Patientinnen und Patienten bedarf es einer umfassenden Versorgungsforschung, damit aktuelle Defizite zu identifizieren, um damit aktuelle Defizite zu identifizieren.

Die Epidemiologie von Thrombose und Lungenembolie und die Versorgungswege in Deutschland sind nur unzureichend bekannt: Gemeinsam mit Kostenträgern, ambulanten und stationären Versorgern (KV, DKG) und mit politischer Unterstützung muss die Versorgungsforschung angestoßen werden, um eine bessere, effizientere und sicherere Versorgung der Patienten zu ermöglichen.

Wichtige Kenntnislücken bei der Entstehung und Verhütung von Thrombosen und Lungenembolien gilt es zu schließen: Die Diagnose von Thrombose und Lungenembolie muss leitliniengerecht frühzeitig erfolgen. Ein zentrales Problem ist die Verhinderung von Rezidiven unter Abwägung des Blutungsrisikos der Behandlung. Grundlagen- und klinische Forschung sind für die Entwicklung besserer Therapiestrategien unverzichtbar.

Ziel all dieser Anstrengungen muss sein, das Leid der betroffenen Patienten durch das postthrombotische Syndrom, die pulmonale Hypertonie oder durch Blutungskomplikationen zu vermindern, die Sterblichkeit zu senken und die Patientenversorgung effizient zu strukturieren.

Aktionsbündnis informiert

Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie e.V. (DGA) hat 2014 das Aktionsbündnis Thrombose ins Leben gerufen. Führende Fachgesellschaften und Partner aus der Industrie engagieren sich gemeinsam und bilden ein Expertennetzwerk für Thrombose und Lungenembolie. Eine Aufklärungskampagne soll das öffentliche Bewusstsein für Prävention, Diagnose und Therapie schärfen, damit weniger Menschen durch die Folgen einer Thrombose sterben.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie e.V., der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. sowie der Deutschen Gefäßliga e.V. wird anlässlich des WELT-THROMBOSE-TAG es auf die Risiken in der aktuellen Versorgungsituation in Deutschland aufmerksam gemacht. Der WELT-THROMBOSE-TAG wurde 2014 von der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) initiiert und wird weltweit von hunderten Fachgesellschaften und Organisationen gefördert. Das Aktionsbündnis Thrombose wird u.a. unterstützt von Bayer HealthCare und Sanofi.

 

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Berlin, 12. August 2015

WELT-THROMBOSE-TAG 2015 –
Einladung zur Pressekonferenz

Die venöse Thromboembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufi gste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dennoch sind die öffentliche Aufmerksamkeit für die tödliche Gefahr der Krankheit und die Kenntnis der Versorgungsrealität in Deutschland gering. Eine adäquate Sensibilisierung der Bevölkerung und der Ärzteschaft sowie eine umfassende Versorgungsforschung können nicht nur unzählige Leben retten, sondern auch langfristig die Perspektiven für eine nachhaltige Patientenversorgung verbessern.

Am 13. Oktober 2015, dem Welt-Thrombose-Tag, veranstaltet das Aktionsbündnis Thrombose in Berlin das Fachsymposium „RISIKO THROMBOSE: Perspektiven für eine bessere Patientenversorgung in Deutschland“. Ab 15.00 Uhr diskutieren Vertreter der Fachgesellschaften, Politik und Gesellschaft über die drängenden Fragen der Versorgungssicherheit in Deutschland. Die Schirmherrschaft hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe übernommen.

Von 11.30 bis 12.30 Uhr laden wir Sie zur exklusiven Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Kaiserin- Friedrich-Stiftung ein, nachfolgend haben Sie die Möglichkeit, Einzelinterviews durchzuführen.

RISIKO THROMBOSE: Perspektiven für eine bessere Patientenversorgung in Deutschland Dienstag, 13. Oktober 2015, um 11.30h – im Anschluss Imbiss
Kaiserin-Friedrich-Stiftung Berlin
Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin

An der Pressekonferenz werden teilnehmen:

  • Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Deutsche Gesellschaft für Angiologie e.V.
  • PD Dr. Christoph Kalka, Deutsche Gefäßliga e.V.
  • Prof. Dr. Stavros Konstantinides, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie e.V.
  • Prof. Dr. Edelgard Lindhoff-Last, Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V.
  • Prof. Dr. Eberhard Rabe, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V.
  • Rainer Schöche, Patient

Das Programm des Symposiums finden Sie hier.

 

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Berlin, 13. Juli 2015

Lungenembolie kann jeden treffen – Thrombose, die lautlose Gefahr

Die Anzahl der Thrombosen und der damit einhergehenden Komplikation, der Lungenembolie, hat in den letzten Jahren zugenommen. Zusammen bezeichnet man diese Krankheitsbilder als venöse Thromboembolie (VTE). Bei einer VTE löst sich ein Blutgerinnsel und wird mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge verschleppt. Dort verschließt es die für die Atmung lebenswichtigen Adern und es kommt zur lebensbedrohlichen Lungenembolie.

An VTE erkranken jedes Jahr etwa 1,5 pro 1.000 Einwohnern. Allein in Deutschland sterben Hochrechnungen zufolge bis zu 100.000 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Europaweit sind es über 500.000 Menschen – das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen.

Eine Thrombose ist für den Patienten jedoch nicht immer leicht zu erkennen. „Oft sind es ganz alltägliche Beschwerden, wie geschwollene Fußknöchel oder schmerzende Waden, die ernst genommen werden sollten. Herzrasen, Atemnot und Brustschmerz deuten auf eine mögliche Lungenembolie hin. Bei derartigen Beschwerden sollte sofort ein Arzt aufgesucht oder ein Rettungswagen gerufen werden“, so DGA-Mitglied Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Direktor der Klinik für Gefäßmedizin – Angiologie am Klinikum Darmstadt und wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose. Nähere Informationen unter www.risko-thrombose.de.

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Berlin, 18. Juni 2015

5. bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit „Risiko Thrombose“ am 20. Juni 2015

Thrombose und Lungenembolie – die lautlose Gefahr

Am kommenden Samstag, den 20. Juni 2015 findet bundesweit der Aktionstag Gefäßgesundheit statt. Im Rahmen der Aufklärungskampagne „Risiko Thrombose“ machen die DGA und die Deutsche Gefäßliga auf die oft unterschätzte Volkskrankheit aufmerksam.

Die Anzahl der Thrombosen und der damit einhergehenden Komplikation, der Lungenembolie, hat in den letzten Jahren zugenommen. Zusammen bezeichnet man diese Krankheitsbilder als venöse Thromboembolie (VTE). An VTE erkranken jedes Jahr etwa 1,5 pro 1.000 Einwohnern. Allein in Deutschland sterben Hochrechnungen zufolge jährlich bis zu 100.0001 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Europaweit sind es über 500.000 Menschen – das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen.

Eine Thrombose ist für den Patienten jedoch nicht immer leicht zu erkennen. „Oft sind es ganz alltägliche Beschwerden, wie geschwollene Fußknöchel oder schmerzende Waden, die ernst genommen werden sollten“, so DGA-Mitglied Rupert Bauersachs, Direktor der Klinik für Gefäßmedizin – Angiologie am Klinikum Darmstadt und wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose. Menschen, die sich unsicher sind, können auf der Internetseite www.risiko-thrombose.de einen Online-Risikocheck durchführen oder in der angeschlossenen Facharztsuche den Spezialisten in ihrer Nähe finden.

In welchen Städten Veranstaltungen zum Aktionstag stattfinden, erfahren Sie auf der Internetseite des Aktionsbündnis Thrombose: www.risiko-thrombose.de/veranstaltungen Beteiligt sind unter anderem die Bremer Herzstiftung, Fitnessclubs von Holmes Place sowie zahlreiche Kliniken und Gefäßzentren.

Die Aufklärungskampagne „Risiko Thrombose“ wird unterstützt von namhaften Unternehmen wie Bayer HealthCare und Sanofi.

1 Vgl. Cohen et. al. (Cohen AT, Agnelli G, Anderson FA, et al. Venous thromboembolism (VTE) in Europe. The number of VTE events and associated morbidity and mortality. Thromb Haemost. 2007 Oct;98(4):756-64)

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Berlin, 12. März 2015

5. Bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit
am 20. Juni 2015

„Risiko Thrombose“ lautet das diesjährige Motto des bundesweiten Aktionstages zur Aufklärung und Prävention von Gefäßerkrankungen. Veranstaltet wird der Tag gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und der Deutschen Gefäßliga.

Gefäßerkrankungen wie die Venenthrombose, die Lungenembolie oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) sind Volkskrankheiten. Doch ihre Anzeichen, ihre Verbreitung und ihre zum Teil dramatischen Folgen sind in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt.

Was passiert am Aktionstag Gefäßgesundheit?

An diesem Tag finden deutschlandweit Veranstaltungen mit dem Ziel statt, die Bevölkerung über Risiken und mögliche Folgen von Gefäßerkrankungen zu informieren. Im Mittelpunkt des Aktionstages 2015 stehen die Früherkennung, die Prävention und die Behandlung der Thrombose und Lungenembolie.

Wer führt Veranstaltungen durch?

Akteure aus dem Gesundheitswesen wie Ärzte in Kliniken und Praxen, Apotheken, Sportinstitute, Gesundheitsämter sowie politische Akteure sind im gesamten Bundesgebiet eingeladen, sich am „Aktionstag Gefäßgesundheit – Risiko Thrombose“ zu beteiligen.

Das Aktionsbündnis Thrombose unterstützt die Veranstalter vor Ort mit kostenlosen Informationsmaterialien und Tipps für eine erfolgreiche Veranstaltungsplanung sowie Medienkooperationen. Ziel ist die gemeinsame Aufklärung der interessierten Öffentlichkeit über Gefäßerkrankungen.

Informationen zu Thrombose

Die Anzahl der Thrombosen und der damit oft einhergehenden Komplikation, der Lungenembolie, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. An Venöser Thromboembolie erkranken jedes Jahr etwa 1,5 pro 1.000 Einwohnern. Allein in Deutschland sterben jährlich rund 100.000 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Europaweit sind es über 500.000 Menschen – das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen. Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

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Medienberichte

Den aktuellen Pressespiegel über das Aktionsbündnis Thrombose finden Sie unter Medienberichte.

Medienberichte

Pressekontakt

Infobüro Aktionsbündnis Thrombose

c/o Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

Leitung Kommunikation
Julia M. Hofmann

Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin 

T: 030 / 208 888-31


F: 030 / 208 888-33

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info@dga-gefaessmedizin.de

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