Ein aktiver Lebensstil und die konsequente Umsetzung ärztlicher Empfehlungen ermöglichen es Betroffenen, auch nach einer Thrombose eine hohe Lebensqualität zu genießen. Durch gezielte Bewegung, das Tragen von Kompressionsstrümpfen und eine zuverlässige Medikation lassen sich Folgeschäden wie das postthrombotische Syndrom minimieren und das Risiko für Rückfälle effektiv senken. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Alltag venenfreundlich gestalten und mit Zuversicht in die Zukunft blicken können.
Für gesunde Menschen ist das Risiko, während einer längeren Reise eine Thrombose zu entwickeln, insgesamt sehr gering. Aufgrund der Seltenheit solcher Ereignisse ist die Studienlage begrenzt. Fachleute sind sich jedoch einig: Wer bereits eine Thrombose oder Lungenembolie hatte oder unter Krampfadern leidet – insbesondere ab einem Alter von etwa 50 Jahren –, sollte auf längeren Reisen vorbeugende Maßnahmen ergreifen.
Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht vor allem bei Langstreckenflügen von mehr als acht Stunden, wenn man über längere Zeit nahezu unbeweglich sitzt. Die Empfehlungen gelten jedoch ebenso für lange Reisen mit dem Auto, Bus oder der Bahn, bei denen man über viele Stunden sitzt.
Nach einer Thrombose oder Lungenembolie ist eine individuelle Vorsorge besonders wichtig. Besprechen Sie deshalb vor einer längeren Reise mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise eine medikamentöse Thromboseprophylaxe, für Sie sinnvoll sind. Das gilt insbesondere dann, wenn weitere Risikofaktoren wie eine Krebserkrankung, eine kürzlich erfolgte Operation, starkes Übergewicht oder eine Schwangerschaft hinzukommen.
Ob Thrombosespritzen das Risiko auf langen Reisen wirksam senken, konnte bislang aufgrund der begrenzten Studienlage nicht eindeutig nachgewiesen werden. Deshalb gehören sie nicht zur allgemeinen Standardempfehlung für Reisende.
Wenn Sie bereits dauerhaft blutverdünnende Medikamente, beispielsweise ein direktes orales Antikoagulans (DOAK) oder einen Vitamin-K-Antagonisten (VKA), einnehmen, bieten diese in der Regel auch während einer Reise Schutz vor einer erneuten Thrombose. Ändern Sie Ihre Medikation jedoch niemals eigenständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nehmen Sie Ihre Medikamente auch auf Reisen regelmäßig zur gewohnten Zeit ein. Bewahren Sie sie möglichst im Handgepäck auf, damit sie jederzeit verfügbar sind.
Treten während oder nach einer Reise eine neu aufgetretene einseitige Beinschwellung, Schmerzen, Überwärmung oder eine Rötung des Beins auf, sollten Sie dies rasch ärztlich abklären lassen. Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Kreislaufbeschwerden können Anzeichen einer Lungenembolie sein und müssen sofort medizinisch behandelt werden.
Merken Sie sich: Auf längeren Reisen helfen drei einfache Maßnahmen, das Thromboserisiko zu senken: Bewegen – Trinken – Kompression (wenn ärztlich empfohlen). Achten Sie außerdem auf die Warnzeichen einer Thrombose!


Ein Saunabesuch ist nach einer überstandenen Thrombose grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Ob er für Sie geeignet ist, sollten Sie jedoch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Menschen mit einem ausgeprägten postthrombotischen Syndrom können durch die Wärme stärkere Beschwerden entwickeln. Insbesondere können Schwellungen der Beine zunehmen. Auch heiße Bäder oder längere Aufenthalte bei großer Hitze können die Beschwerden verstärken.
Bei einem offenen Unterschenkelgeschwür sollten Sie auf einen Saunabesuch verzichten, da zusätzlich ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.
Wenn Sie die Sauna gut vertragen, kühlen Sie sich anschließend langsam ab und trinken Sie ausreichend, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.